Messe-Recap der 47. Innatex

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Am Stand des Sneaker Labels N'go.Foto: Presse

Vom 5. bis 7. September fand die 47. Innatex statt, eine der wenigen Modemessen, die nicht abgesagt wurden. Obwohl – wie nicht anders zu erwarten – weniger Aussteller*innen und Besucher*innen in Hofheim-Wallau waren, fällt das Feedback insgesamt positiv aus.

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Alex Hitzel (li) und Jens Frey freuen sich über das positive Feedback. Foto: Presse

Innatex – Stronger Together

Dank intensiver Planung wie zum Beispiel einer Pre-Online-Registrierung und der Kooperation jede*r Besucher*in und Aussteller*in ließen sich die Auflagen reibungslos umsetzen. „Vor Ort haben alle gut und rücksichtsvoll zusammengearbeitet“, sagt Alexander Hitzel, Projektmanager der Innatex. „Stronger Together lautet das Motto der Saison und so funktioniert es auch. Ob wir Masken oder Einbahnstraßen sinnvoll oder effizient finden, darf nicht von Belang sein. Wir wollen für Sicherheit sorgen und entsprechen somit den rechtlichen Auflagen der Gesundheitsexperten.“ Dementsprechend freuen sich Alexander Hitzel und Jens Frey, Geschäftsführer der Muveo, über das durchweg positive Feedback in Bezug auf die Organisation.

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Heiko Wunder (li), Wunderwerk, im Gespräch. Foto: Presse

Weniger ist mehr

Den Erwartungen entsprechend stellten auf den zwei Ebenen des Messecenter Rhein-Main 20 Prozent weniger Labels als üblich aus. Ähnlich verhielt es sich mit der Zahl der Besucher*innen, was aber nach einigen Rückmeldungen wiederum mehr Zeit für intensive Einzelgespräche brachte. Vor allem ein Teil des internationalen Publikums habe vor den Reiseeinschränkungen zurückgeschreckt. Auch die Order-Stimmung war demnach bei einigen Labels verhaltener, während sie aber bei anderen sogar angestiegen sei. Als Trendthemen konnte man anhand der Austeller*innen-Resümees alles rund um die Segmente Freizeit, Up- & Recycling sowie multifunktionales Business Casual ausmachen. Ob Rucksäcke aus PET-Flaschen vom Label Gotbag oder Swimwear aus Plastikmüll von Boochen – die Modedesigner*innen entwickeln immer kreativere Wege der Wiederverwertung.

CO2- Nein, danke!

Ein weiterer Trend-Fokus liegt auf komplett CO2-freie Kollektionen oder Linien. Ein Beispiel ist das neue Label Somwr, das sich als ‚10 x climate positive‘ aufgestellt hat. Die Streetwear der im März 2020 gelaunchten Marke emittiert in der Herstellung laut Eigenaussage ein Minimum an CO2. „Egal, an welchem Projekt du arbeitest, du produzierst immer Treibhausgase“, erklärt Timo Perschke von Somwr. „Was dann doch in der Atmosphäre landet, kompensieren wir um ein Vielfaches.“

Fazit: Alex Hitzel und Jens Frey sehen der kommenden 48. Ausgabe der Innatex mit Zuversicht entgegen. Beide rechnen mit weiteren Covid-19 bedingten Anpassungen, aber der Termin steht: Die nächste Messe findet vom 23. Bis 25. Januar statt.