Frankfurt oder Berlin oder beides? Das sagen die Brands über die Messe-Trennung

Messe-Trennung
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Während die Messe Frankfurt an ihrem Konzept weiterhin festhält und sich nun ohne die Partnerschaft zur Premium Group auf die Frankfurt Fashion Week im Sommer vorbereitet, sieht Anita Tillmann neue, postpandemische Chancen in der deutschen Hauptstadt und richtet ihre Events demnächst nicht nur in einer neuen Tagesfolge aus, sondern auch für ein breiteres Publikum. Doch was sagen eigentlich die Marken über die Messe-Trennung?

Messe-Trennung G-Lab

Björn Gericke, Gründer & Inhaber G-Lab

„Wir haben die klassischen Messen bereits vor sechs Jahren verlassen, weil sie für uns nicht mehr ausreichend Mehrwert geboten haben. Wenn Anita jetzt ein wirklich spannendes, innovatives Format präsentiert, werden wir gerne dabei sein.“

Kings of Indigo

Tony Tonnaer, Gründer Kings of Indigo

„Mir gefiel die Idee, dass beide Messegruppen an einem Standort stattfinden, da das gerade für die Besucher:innen einfacher und attraktiver ist, mehrere Messen und Events besuchen zu können. Wenn nun die Formate in zwei verschiedenen Städten stattfinden, wird das eher zum Nachteil für die Marken und Austeller:innen sein. Ich bin ein Fan der Stadt Berlin, während mir an Frankfurt die zentrale Lage gefiel. Es war schön, dass sich zwei derart starke Unternehmen zusammengetan haben. Wir bei K.O.I haben uns noch nicht entschieden, was wir machen werden und müssen uns noch mit unseren Agenten besprechen. Unsere Entscheidung wird nach der HW22-Order gefällt werden.“

Ecoalf

Carolina Álvarez-Ossorio, Director of Marketing and Communication of Ecoalf  

„Wir freuen uns sehr, wieder auf der Premium zu sein. Und es ist großartig zu hören, dass sie in Berlin stattfinden wird. Die Stadt ist die Hauptstadt der Mode und der Kreativität und wir haben unseren Store in Berlin, so können wir einige coole ‚Act Now!‘-Events veranstalten. Wir bei Ecoalf waren schon immer große Befürworter:innen von Messen und werden auch weiterhin in sie investieren. Die zweijährige Abwesenheit hat uns kreativer gemacht und das Bedürfnis geweckt, mit Kund:innen und Partner:innen zu interagieren, sodass FS23 ein großartiger Moment sein wird, um all die Innovation und Kreativität zum Leben zu erwecken. “  

Dawn Denim

Marian von Rappard, Co-Founder Dawn 

„‚Collaboration beats competition‘ ist unser Leitfaden, um potenzielle Kräfte in unserer Branche zu bündeln und positive Veränderungen zu erzielen. Wir finden es daher frustrierend und völlig unzeitgemäß, dass sich die großen Modemessen nicht für einen Standort entscheiden können. Es ist weder nachhaltig noch kosteneffizient und alles andere als kollaborativ. “

Nowadays

Marcus Kurz, Initiator Der Berliner Salon und Geschäftsführer Nowadays 

„Ich freue mich natürlich über die Rückkehr der Premium und halte sie auch für die Branche und Berlin für sehr sinnhaft. Es ist kein Geheimnis, dass ich den Umzug nach Frankfurt sehr skeptisch beurteilt habe – Mode gehört nach Berlin! Es werden sicherlich neue Synergien entstehen und bestimmt auch adäquate neue Ideen für eine Nachhaltigkeitsmesse in Berlin. Die Corona-Erfahrungen haben auf jeden Fall die Pain Points einer Messe aufgezeigt. Und das global. Ich bin mir sicher, dass die Premium Group ihre ‚lessons learned‘ aus dieser Zeit hat und ihre Messe in ein zeitgemäßes Post-Corona-Format umwandeln wird.“

Rich&Royal

Patrick Stupp, Managing Director, Rich&Royal 

„Neben Düsseldorf ist Berlin für Lifestyle und Fashion die richtige Adresse und eine sehr gute Wahl. Wir bei Rich&Royal haben nur positive Erfahrungen in Berlin gemacht, sei es auf der Bread & Butter sowie auf der Premium. Anita Tillmann und ihr Team werden mit Sicherheit am Puls der Zeit sein und wir alle wünschen uns einen großen Branchentreff. Wir werden in Berlin sein. Mit welchen Format, ist noch nicht klar, aber wir sprechen mit den richtigen Leuten und werden uns dann positionieren, um unsere Community zu treffen.“