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JNC-04-2016-01

Ausgabe 4/2016

Fashion Trends 2017, Gast Kommentar von Christoph Stelzer von DFrost, Interview mit Fabrice Aeberhard von Viu Eyewear, Tradeshow Preview & Denim Statements

BIG BIGGER BEAUTIFUL

ALLES IST IN BEWEGUNG. DAS GILT IN DER MODE - UND AUCH BEI J'N'C.

Das letzte Heft des Jahres 2016 bringt Veränderungen mit sich. So ist es diesmal keine Stadt, die im Fokus steht. Den Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe bildet vielmehr das Thema Mode- und Materialtrends. Statt eines Cityguides erwartet Sie also ein Trendguide, der Ihnen helfen soll, sich im Dschungel der Kollektionen der kommenden Saisons zurechtzufinden. Denn die immer komplexer werdende Modewelt verlangt von uns allen viel Gespür und Durchblick. 

Um es schon vorwegzunehmen: Das ‚Anything goes‘ der letzten Jahre setzt sich unvermindert fort. Wer möchte sich denn schon in ein Modediktat zwängen lassen, wenn er sich auch nach Belieben kreuz und quer durch die Stile zappen kann? Und so tauchen die Fashionistas heute als Neo-neo-Romantics auf, werfen sich in exotische Printanzüge, schmücken sich mit aufwändigsten Stickereien und legen sich opulente Pelze um, wie unser Trend-Thema ‚Boheme Galore‘ eindrücklich zeigt. Und das nur, um am nächsten Tag eine ganz andere Stimmung auszuleben. In futuristisch anmutender Sportswear vielleicht, die mit hoch entwickelten High-Tech-Materialien völlig neue Features und Möglichkeiten bietet. Oder aber als 30er-Jahre-Tennis-Star und bester Botschafter des Themas ‚Retro Sport‘, dem wir in der vorliegenden Ausgabe der J’N’C ebenfalls ein Gesicht verleihen möchten. 

Denn auch das ist neben der Stilvielfalt geblieben: der Hang zum Zitat, das Bemühen der Stile vergangener Dekaden. Dass momentan die 80er und 90er Jahre hoch im Kurs stehen, verwundert so recht niemand, waren in den letzten Saisons doch die 70er das meistzitierte Jahrzehnt. Zuletzt zum hundertsten Mal von Alessandro Michele für Gucci aufgegriffen – und dabei so begnadet schön interpretiert wie nie zuvor. Dass dieser Look nicht mehr zu toppen ist, war überdeutlich. Die Zeit ist reif für etwas Neues. Und siehe da: Acne aus Schweden waren ganz weit vorn, als es darum ging, den extremen Oversize-Look zu propagieren, der seine Ursprünge in den 1980ern hat. Die Kollektionen des Designerkollektivs Vetements stehen ebenfalls stellvertretend für die bis zur Groteske übergroß geschnittenen Styles. Unter dem Motto ‚Broad Shoulders‘ nähern auch wir uns im Folgenden diesem Trend, der unserer Meinung nach die Silhouette der nächsten Saisons entscheidend prägen wird. 

Big Bigger Beautiful lautet die Maxime. Nach Jahren der Körperbetonung ist dies eine Tendenz, an die sich das mitteleuropäische Auge erst noch gewöhnen muss. Umso angenehmer, dass sich auch ein guter alter Bekannter im Portfolio befindet: der Denim. Im jetzt immer öfter gezeigten Totallook erobert er die Laufstege. Einfach unverzichtbar, das blaue Gold, daher haben wir es auch zum Thema einer Expertenrunde gemacht, die Ihnen ab Seite 80 über die neusten Entwicklungen auf dem Denimmarkt Auskunft gibt. 

Was Sie in der nächsten Messesaison erwartet, hat Gerlind Hector für Sie recherchiert und ab Seite 46 zusammengefasst. Zur Zukunft des Handels bezieht Christoph Stelzer, Geschäftsführer der Stuttgarter Agentur für Retail Identity DFROST, Position – und bricht eine Lanze fürs Store-Sharing. J’N’C-Autorin Cheryll Mühlen sprach mit Fabrice Aeberhard, dem Creative Director des jungen Schweizer Eyewearlabels Viu. Sein Steckenpferd: handgemachte Designerbrillen, produziert in Italien und Japan. 

Und einmal mehr nicht zu kurz kommt natürlich die Protagonistin der J’N’C – die Mode selbst. Valeria Mitelman und Julia von der Heide lassen uns tief in die neuen Farbwelten eintauchen, während David Beger uns in ein Wohngebiet entführt. Sein fotografisches Thema: die Streetstyle-Trends von morgen.

Ich wünsche Ihnen eine kurzweilige Lektüre und hoffe, Sie freunden sich mit den neuen Trends schnell an – genau wie ich.

Ilona Marx

 


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