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2013-02-magazine-00

Ausgabe 2/2013
Styleguide Barcelona
Interview Pierre Morisset

Editorial

“Don’t kill the goose that lays the golden egg.” Töte nicht die Gans, die die goldenen Eier legt. Diese Volksweisheit geht auf eine Sage zurück, der zufolge die Besitzer einer solchen Wunder-Gans den Hals nicht voll kriegen konnten. Sie schlachteten das Tier, weil sie hofften, in dessen Inneren noch mehr Gold zu finden. Mit dem Resultat, dass sie am Ende mit leeren Händen dastanden.

Eine Geschichte, die die Bewohner Barcelonas zu kennen scheinen: Trotz touristischer Massenstürme auf ihre schöne Mittelmeermetropole gilt ihnen Qualität mehr als Quantität. Hübsche, kleine Boutique-Hotels, detailversessen eingerichtete Restaurants mit kreativer Küche und eine Vielzahl stets nachwachsender Shop-Projekte, die perfekt jede erdenkliche Nische im schnelllebigen jungen Markt füllen: Das ist das Gold der findigen und stolzen Katalanen. Dass sie es trotz Schuldenkrise offenbar nicht verspielen wollen, zeigt unser City Guide

Ähnlich weise agiert man in den Niederlanden, genauer gesagt im Amsterdamer Headquarter von G-star Raw. Denn obwohl die Holländer um Jos van Tilburg in den letzten zwei Dekaden eine schier unglaubliche Erfolgsstory hingelegt haben, sind sie extrem wachsam, wenn es um das Image der Marke geht. Popularität ja, aber bloß kein Ausverkauf. In diesem Punkt unbestechlich: Designer Pierre Morisset. Er ist der Utopist, der Freidenker, dessen scheinbar unerschöpfliches kreatives Potenzial es G-star ermöglicht, den Geschmack einer breiten Käuferschaft zu treffen, ohne die Gunst der Opinionleader zu verspielen. Wir trafen den kommunikationsfreudigen Franzosen in Berlin, wo er uns begeistert von seinen modischen Zukunftsvisionen berichtete – und einen Blick in die Kindheit gestattete. Über Faszinierendes in Papas Garage, die Funktionalität des 3D-Designs und die inspiration Toile de Chine lesen Sie in unserem Interview.

Apropos Kommunikationsfreude: Kleider enthüllen die Gedanken, und das mit den Mitteln einer ihr höchsteigenen Sprache – weiß auch die Autorin Fredericke Winkler. Für J’N’C hat sie deren Vokabular genauer analysiert. Wie wir mit Mode kommunizieren und was wir mit einem Outfit ausdrücken können, ohne ein einziges Mal den Mund zu öffnen, lesen Sie in ‚Kuck mal, wer da spricht!‘

Ohne viele Worte unsere Mode: Stylistin Josepha Rodriguez folgte uns nach Barcelona, wo sie der schönen Patricia einen frühsommerlich-pastelligen Look angedeihen ließ. An eine andere Küste, die des US-amerikanischen Ostens nämlich, zog es Nadia Del Dò. Sie fotografierte für uns in New York die Fashion von morgen und übermorgen. Die Berliner Fotografin Katharina Poblotzki begab sich nach London, während es ihren Kollegen Christoph Voy auf eine Kart-Rennbahn im heimatlichen Berlin-Neukölln verschlug.

Ob meinungsmachend oder als stiller Beobachter, ob als Leser oder als Liebhaber schöner Bilder: Wir wünschen ihnen viel Spaß mit der aktuellen Ausgabe!


Ilona Marx, Editor in Chief

 

 

Photographers
Sevda Albers, Rainer Rudolf Benoit/7daysisaweekend, Florian Danner, Nadia del Dò, Adriaan Louw, Katharina Poblotzki, Axel Siebmann, Ben Ullmann, Christoph Voy

Illustrators
Frauke Berg, Roman Klonek, Matthias Suess

Authors
Christine Albrecht, Jolien Deckers, Gerlind Hector GH, Svea Jörgens, Franziska Klün, Cheryll Mühlen, Eva Westhoff EW, Fredericke Winkler FW

 

 

 

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