City Guide Hamburg

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Das Hoch im Norden

Ausgabe 04/2012

illu-hamburg

Text Ilona Marx Photos Gulliver Theis Illustration Roman Klonek

Wasser, Wasser, überall Wasser. 7.400 Hektar misst Deutschlands größter Hafen. Damit ist er nach Rotterdam der zweitgrößt e Europas. Kein Wunder also, dass er das Leben in Hamburg entscheidend geprägt hat: Die jahrhundertealte Handelstradition, die multikulturelle Gesellschaft, der vornehme Reichtum, ja sogar die hedonistische Reeperbahn – vieles, was die Hansestadt so unverwechselbar macht, verdankt sich auf die eine oder andere Weise der Existenz dieses Hafens ...

... dessen Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben ist: Auf einer Großbaustelle, die ihresgleichen sucht und die schon heute Touristenscharen anlockt, entsteht derzeit ein außergewöhnliches Stadtviertel, das in Deutschland neue Maßstäbe setzen soll. Nicht nur die Elbphilharmonie, der 500 Millionen teure Konzertkoloss, sondern auch eine Vielzahl neuer Quartiere mit zum Teil spektakulärer Architektur werden das Gesicht Hamburgs um eine weitere Facette bereichern.

Ohnehin zeigt sich die 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt so vielschichtig wie kaum eine zweite: Da sind die großbürgerlichen Villen in Blankenese, die mit der sündigen Meile St. Pauli herzlich wenig gemein zu haben scheinen – vordergründig betrachtet, denn die Mieten in dem zentral gelegenen Quartier, das neben dem weltberühmten Vergnügungsviertel auch jede Menge frisch sanierten Wohnraum beherbergt, steigen derzeit rasant. Kein Wunder, hat der britische ‚Guardian' St. Pauli doch jüngst zu einem der fünf lebenswertesten Orte der Welt gekürt. Und auch anderswo hat man mächtig am Image geschraubt: Die einstmals alternative Schanze ist längst zum Szeneviertel mit entsprechender Infrastruktur an Plattenläden, Boutiquen und Kneipen avanciert. Hamburg ältester Stadtteil, das rückseitig des Bahnhofs gelegene St. Georg, entwickelt sich mehr und mehr weg vom Problemviertel, hin zur Heimat für Künstler und Kreative. Das beschauliche Ottensen wartet mit der größten Dichte an jungen Familien und Cafés auf, während Altona, das mit der Großen Bergstraße in den 60er Jahren die erste Fußgängerzone Deutschlands stellte, durch kleine Händler aus aller Herren Länder und individuelle Gastronomie geprägt ist – nicht zu vergessen: das Elbufer im Süden.

Ein Streifzug durch die neogotische Speicherstadt, eine romantische Paddeltour auf den Alsterkanälen in Winterhude oder lieber eine Stippvisite im Hafen, um beim Containerverladen der Ozeanriesen zuzusehen? Wer Hamburg einen Besuch abstattet, hat die Qual der Wahl. Das gilt nicht zuletzt für die Gestaltung des Ausgehprogramms. Denn egal, in welches Etablissement man sich begibt, fast überall steckt buchstäblich Musik drin: Was 1962 mit Gastspielen der Beatles im Star-Club begann, findet seine Fortsetzung heute mit Konzerten in so unterschiedlichen Locations wie der Grossen Freiheit 36 und dem Uebel & Gefährlich. Selbstredend bleibt auch die lokale Musikszene umtriebig – angefangen von den ehemaligen Protagonisten der sogenannten Hamburger Schule über Hip-Hop-Größen wie Jan Delay bis hin zum ‚Mann mit dem Hut' Udo Lindenberg.

Umtriebigkeit? Für J'N'C-Chefredakteurin Ilona Marx Beruf wie Berufung. Gemeinsam mit dem Hamburger Fotografen Gulliver Theis radelte sie durch die herbstliche Hansestadt und stellte verblüfft fest, dass das Wasser zwischen Alster und Elbe weit seltener von oben kommt als landläufig vermutet: Fallen in München 970 Liter Regen pro Quadratmeter im Jahr, sind es in Hamburg lediglich 770.

 

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