City Guide Dubai

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Dubai

Ausgabe 03/2016

dubai city guide
Text: Ilona Marx, Fotos: Nikolaus Grünwald

Ein zwölfspuriger Highway, die Sheikh Zayed Road, durchschneidet die City. Sie ist die Hauptverkehrsader, auf der man an den glitzernden Hochhausburgen vorbeirast. Dubai ist die Hauptstadt des gleichnamigen Emirats, das zusammen mit sechs weiteren Emiraten die Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate bildet. Doch nur neun Prozent der Einwohner der Stadt sind Emiratis. Der Rest besteht aus Expats, also Zugereisten, die von ihren heimischen Firmen in die hiesigen Dependancen geschickt wurden, oder Arbeitsmigranten, die auf eigene Faust ihr Glück versuchen, darunter Migranten aus Südostasien, aber auch Inder, Pakistaner und Nordafrikaner. Wer London oder New York einen Schmelztiegel nennt, sollte einmal nach Dubai reisen. Hier mischen sich die Kulturen wahrlich noch mehr.

Doch nicht nur der Nationalitätenmix prägt die mittlerweile über zwei Millionen Einwohner zählende Metropole. Das hier gelebte Motto des Höher, Schneller, Weiter ist ein Leitspruch mit globalem Nachhall. Ganz besonders stolz sind die Emiratis auf die von ihnen geschaffenen Bauwerke, darunter Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt mit atemberaubender Aussichtsplattform, die gigantischen Einkaufszentren Dubai Mall und Mall of the Emirates sowie eines der teuersten und luxuriösesten Hotels überhaupt, das Burj Al Arab mit eigener Insel und der architektonischen Anmutung eines aufgespannten Segels. Diese Superlative sind Magneten für jährlich bis zu 14 Millionen Touristen. Damit landete Dubai im vergangenen Jahr unter den Top 5 der meistbesuchten Städte weltweit.

Allerdings verpassen die meisten dieser Touristen, die vor allem in die Glitzerkonsumwelt eintauchen, eine weitere, nicht minder spannende Facette Dubais: die kreative Nutzung sich ergebender Freiräume. So hat sich beispielsweise im ehemaligen Industriegebiet Al Quoz in leerstehenden Lagerhallen eine lebendige Kunstszene entwickelt, die auch auf die hiesige Modeszene abstrahlt. Zentrum der Bewegung ist Alserkal Avenue, ein Areal, in dem inzwischen unter anderem neun hochkarätige Galerien beheimatet sind. In den umliegenden Straßen haben weitere Kunsträume und Künstlerateliers, Boxclubs und Cycle-Stores eröffnet. Hübsche Concept Stores entlang der Jumeirah Beach Road und stimmungsvolle Events wie der Ripe Food Market, der jeden Freitag im Zabeel Park stattfindet und der die Einheimischen genauso anzieht wie die internationale Community, zeichnen ebenfalls ein alternatives Bild der Stadt.

Eine Stadt, die sich nicht nur über Superlative und Facettenreichtum definiert, sondern auch über ihre energiegeladenen, businessorientierten Bewohner. Wer es sich leisten kann, stellt seinen Reichtum gern ostentativ zur Schau. Lamborghinis, Hummers, Rolls-Royces, Ferraris und Porsches sieht man an jeder dritten Straßenecke. Junge Leute, ja Studenten, sind von Kopf bis Fuß in Nobelmarken gekleidet. Der Handel brummt also, das Shoppen gehört untrennbar zu Dubai. Dementsprechend prächtig sind auch die Läden und Malls gestaltet. Jede erdenkliche Luxusmarke ist hier vertreten. Um das aufwändigste und schönste Ladenlokal scheint ein regelrechter Wettstreit entbrannt.

Für Store-Architekten also ein Traum, wie Karl Schwitzke im J’N’C-Interview auf Seite 56 bestätigt. Der deutsche Retail-Spezialist unterhält in Dubai eine Niederlassung seines Ladenbauunternehmens. Einen interessanten Einblick in die Shoppingkultur am Persischen Golf gewährt auch Nisreen Shocair, die als President of Virgin Megastores Middle East & North Africa zu den einflussreichsten Businessfrauen des Nahen Ostens zählt und die J’N’C-Chefredakteurin Ilona Marx nicht nur als sehr inspirierend, sondern auch als sehr gastfreundlich erlebte – eine Charaktereigenschaft, die sie mit vielen Einwohnern Dubais teilt.

Vielen Dank an Karl Schwitzke, Andrea Krsnik, Marcus Käss, Ornella Khattar, Abdullah Al Alawy, Kenzie Kingman, Roger Saad, Nisreen Shocair, Arundhati Sen von Air Charter International und an Hassan.

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