Interview mit Sascha Weil, European Brand Director Supra

Montag, 18. Juni 2018
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SupraHip Hop und urbane Kultur treffen auf Skater-Heritage: Das ist Supra. 2006 von Skateboarder und Sneakerhead Angel Cabada in Kalifornien gegründet, reißt das Label bis heute die Grenzen zwischen Subkultur und Popkultur ein. Und so bietet die Footwear Kollektionen auch kommende Frühjahr-/Sommersaison 2019 einen wilden Mix aus verschiedensten Stilrichtungen – von Slippern, über Low-Top-Skateschuhen, bis hin zu Hi-Tops ist alles dabei. Die Apparellinie wird, inspiriert vom Los Angeles Streetstyle, ähnlich rebellisch ausfallen, bunte Farben sowie große Logoprints sollen hier dominieren. Im Interview erklärt uns Sascha Weil, European Brand Director von Supra, die Faszination des Anders-Seins und was genau Supra so einzigartig macht.

Worum geht es in der neuen Frühjahr-/Sommerkollektion? 
Der Hip Hop und Urban Jungle Trend geht weiter und mehr und mehr Marken machen sich das zunutze. Natürlich gibt es die Klassiker der 80er und 90er Jahre, als Run DMC und Salt’n’Peppa die Szene beherrschten, aber heute sehen wir eine sehr zeitgemäße Ausführung dieses Styles. Und Supra kommt aus dem größten und modernsten Urban Jungle der Welt, das heißt, wir sind genau in der Mitte von allem. Wir haben einiges in diese Kollektion investiert, die auf der einen Seite Supra und LA Style verkörpert sowie zeitgemäß ist und die kreativen Hustler anspricht, und auf der anderen Seite seinen Skateboarding Wurzeln treu bleibt und eine Kollektion herausbringt, mit der sich die Jungen und Mädchen aus dem Skatepark identifizieren können. Supra hat außerdem einiges in die Entwicklung neuer Graphiken investiert. Die Varietät unseres Logos in Kombination mit zeitgemäßem Streetwear Design ist enorm und Dutzende neuer Graphiken finden sich auf unserer Kleidung der Frühjahr-/Sommerkollektion 2019. In Bezug auf die Farbpalette, reicht diese von Metalliclooks bis hin zu kubanisch inspirierten Knallfarben.

Warum sind Sneakers denn heutzutage ein echtes Fashion Phänomen?
Jeder braucht Schuhe, sie sind sehr sichtbar, komplettieren das Outfit und machen jeden Look zu etwas Besonderem. Außerdem überfluten die ganzen Sneakerbrands den Markt mit ihren Produkten, also müssen sie den Kram hypen und vermarkten, um Platz für die nächste Lieferung zu schaffen.

Supra

In der Kollektion gibt es auch Slippers. Ist das ein Trend, den wir ebenfalls während der nächsten Saisons öfter sehen werden?
Ja, ganz sicher. Während in den letzten zwei Jahren eher modebewusste Typen auf diesen Zug aufgesprungen sind, wird dieses und nächstes Jahr die breite Masse folgen. Der Trend ist  einfach zu tragen und recht praktisch, daher werden die, die den Trend bisher noch nicht für sich entdeckt haben, bald nachfolgen.

„Supra ist die einzige authentische Skatemarke da draußen, die mit fast jeder Seltsamkeit davonkommt.“

Wieviel von Supras Skate Heritage steckt in dieser Kollektion?
Sehr viel! Natürlich haben wir den ‚Skytop‘ und den ‚Vaders‘ in allen Farben und Materialen, aber auch die Pro Styles basieren auf unserer zwölfjährigen Geschichte und unserer Verbundenheit mit der Skateszene. Manche Silhouetten verändern sich kaum, wie die des klassischen Skatestyles ‚Chino‘.

Wofür steht denn Supra?
Supra ist die einzige authentische Skatemarke da draußen, die mit fast jeder Seltsamkeit davonkommt. Wir wollen nicht anders sein um des Anders-seins Willen, sondern wir schauen, was Chad Muska am Anfang gemacht hat: Skateboarding in High-tops – warum nicht? Auch Tom Penny oder Jim Greco haben so einen besonderen und revolutionären Style und das ist, was Supra zu Supra macht. Jede andere authentische Skatemarke kann sich hinauswagen und etwas Seltsames machen, aber sie wird niemals ein Sneakerlabel sein. Wir hingegen befinden uns inmitten dieser zwei Welten. 

Hat sich denn die Zielgruppe innerhalb der letzten Jahre verändert?
Wir haben eine große und vor allem treue Fanbase. Viele von ihnen sind Skateboarder aus aller Welt, aber ebenso viele sind keine Skater, die einfach lieben, wofür Supra steht. Authentizität, Rebellion, Non-Konformismus – alles soll möglich sein. So bilden sowohl der aktive Skater als auch der kreative Hustler unsere Zielgruppe. Es wäre falsch, sie auf der Suche nach einem leichteren Gewinn zu verlassen – am Ende des Tages muss man sich und seinen Kunden treu bleiben. Denn sie sind es, die einen letztlich zu dem machen, was man ist, und auch die, die einem all das auch wieder wegnehmen können. 

Dann beende bitte noch den Satz: Supra ist…
Supra. Wir sind einzigartig in einem Meer aus Gleichheit. 

 Sascha WeilSascha Weil, European Brand Director Supra

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Tags: Supra
Interviews
POSTED by Renée Diehl at 14:30
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